Protokoll zum Sprechertreffen am 30. Oktober 2012

 

Gemeindeentwicklung Adelschlag

 

Protokoll zum Sprechertreffen am 30. Oktober 2012 im Rathaus Adelschlag

 

 

Ziel des Treffens:

 

–     Austausch über bisherige Arbeit, Zwischenbilanz, Erkenntnisse, Probleme

–     Information über den weiteren Ablauf, die anstehenden Veranstaltungen

 

 

Zwischenbilanz der Arbeitskreisarbeit aus Sicht der Planerin:

 

Die Bestandsanalyse erbrachte eine große Fülle an wertvollen Ergebnissen und wichtigen Erkenntnisse, die eine sehr gute Grundlage für die weiteren Arbeitsphasen bilden.

In den Arbeitskreisen ergaben sich immer wieder interessante Diskussionen, in denen oft der Kern von Problemen deutlich wurde. Ein spannendes und grundlegendes Thema ist nach wie vor die Frage, in welchem Verhältnis die Ortsteile zueinander und zur Gesamtgemeinde stehen und wie weit die Ortsteile zusammengewachsen sind oder weiter zusammenwachsen sollen und wollen.

Frau Kattinger weist auch darauf hin, dass es bei einem ‘Großprojekt‘ wie der Erarbeitung eines Gemeindeentwicklungskonzeptes nie ganz ohne Konflikte und Unstimmigkeiten abgehen kann. Nach dem alten Sprichwort ‘wo gehobelt wird, fallen Späne‘, sind hier Gelassenheit und Gespräche gute Mittel, um größere Konflikte zu vermeiden.

Natürlich bringt ein umfassender Diskussionsprozess auch bereits länger vorhandene noch ungelöste Probleme ‘auf den Tisch‘. Dazu gehören zum Beispiel die Frage von Gemeinschafts- und Veranstaltungsräumen für Adelschlag oder die Fußwegverbindung beim Kindergarten in Ochsenfeld.

 

Hier gilt folgendes:

 

Zum derzeitigen Arbeitsstand sind die Konflikte und Probleme benannt.

Ihre Lösung ist in den weiteren Arbeitsschritten in offener Diskussion und vorgesehen. Dabei sollen möglichst alle relevanten Aspekte berücksichtigt werden.

Die Ergebnisse können u. a. gute Kompromisse sein, die jetzt vielleicht noch gar nicht sichtbar sind.

 

Kurzberichte aus den Arbeitskreisen

 

Nach kurzer gegenseitiger Vorstellung gaben die Vertreter/innen der Arbeitskreise jeweils einen kurzen Überblick über die behandelten bzw. über noch ausstehende Themen.

 

Zur besseren Übersicht wurden diese in der folgenden Tabelle zusammengefasst.

 

Ortsteilübergreifende Arbeitskreise

 

Kommunikation – Information Gemeinsame Bürgerversammlung

Bürgersprechstunde in den Ortsteilen (beibehalten)

Infotafeln / Schaukästen

Ansprechendes Mitteilungsblatt

Ortsteilübergreifende Arbeitsgruppen für Dorferneuerung (Gemeindeentwicklung)

Internetauftritt

Veranstaltungskalender

Außendarstellung der Gemeinde

Verbindung von Kommunikation und Kunst

Öffentlichkeitsarbeit – / Transparenz

Kommunikationsprozess Einzelner Bürger < – >  Gemeinde aktivieren

Bürgersprechstunde – Service erhöhen

Identität – Identitäten   Gemeinde < – >  Ortsteile

 

 

Bericht: Werner Schmelz und Anne Neidert Der AK beschäftigte sich zunächst mit der Organisation der Arbeitskreise und Öffentlichkeitsarbeit, – unter anderem mit der Einrichtung des Internetauftritts ‘Zukunft-Adelschlag‘.

Ein Großteil der übrigen Themen ist bereits behandelt.

Besonders interessant zeigte sich Diskussion um das Thema ‘Verhältnis der Ortsteile zur Gesamtgemeinde‘ – wie weit identifizieren sich die Bürger mit der ‘Gemeinde Adelschlag‘?

Derzeit gibt es Gespräche mit dem Künstler Stefan Weihergraf zur Entwicklung eines Logos für die Gemeindeentwicklung.

 

Landnutzung Energie

Hochwasser

Wirtschaftswege

Radwege, Wanderwege

Naherholung, Tourismus

Forstwirtschaft

Direktvermarktung landwirtschaftlicher Güter

Bahn, Parkplätze und Zufahrten…

 

Bericht: Edeltraud Spreng und Josef Mogl Als etwas schwierig erwies sich im Arbeitskreis Landnutzung die Tatsache, dass er sich über alle Ortsteile erstreckte, die Themen aber teilweise doch recht ortsteilspezifisch sind. Aus diesem Grund gab es sowohl separate Treffen in den Ortsteilen (mit Ausnahme Pietenfeld) als auch immer wieder gemeinsame Sitzungen. Für die zunächst etwas kleine Ochsenfelder Gruppe konnte für die Zukunft Verstärkung gewonnen werden.

Enttäuschung herrschte darüber, dass angeregte Maßnahmen zur Verbesserung des Wasserabflusses im Gießgraben von Seiten der Gemeinde noch nicht umgesetzt wurden.

 

Bildung, Arbeit, Schule, Sport Kindergarten

Schule, Hort

Sport

Ehrenamt

Gewerbe, Arbeitsplätze

Wohnraumangebot ….

Bericht:  Karin Schels       und Anne Neidert Die Analyse der Ist- Situation ist für alle Themenfelder weitgehend abgeschlossen.

 

Siedlungsentwicklung, Innenentwicklung Baulücken

Ortsgebundenheit

Mehrgenerationenhaus, seniorengerechtes Wohnen

Baulandentwicklung

Gewerbe und Gewerbegebiet(-bedarf)

Leerstand (heute und künftig)

Integration Neubürger

kontinuierliche Baulandverfügbarkeit

Baustil

Bericht: Petra Schiele Nach etwas verzögertem Start ist der Arbeitskreis inzwischen mit Mitgliedern aus allen Ortsteilen besetzt (Interesse auch aus Pietenfeld)

Bisher behandelt: Baulücken, Leerstände, Generationenwohnen

Es wird darauf geachtet, die Erkenntnisse und Erhebungen allgemein zu halten und nicht zu personalisieren.

 

 

Ortsteilbezogen, aber mit gemeindeübergreifendem Austausch

 

Ortsbild, Dorfgestaltung Adelschlag

 

Dorfplätze

Straßenräume

Neugestaltung des Rathausbereichs in Adelschlag

Bahnübergang in Adelschlag

Bahnhof und Parkplätze in Adelschlag

Blumenschmuck, Blumenbeete

….

Insgesamt ‘flächendeckende‘ Untersuchung des Ortes

Bericht:

Maria Landerer  und Gertrud Schiele

In zwei gemeinsamen Ortsbegehungen und mehreren Sitzungen wurde der gesamte Ort auf Stärken und Schwächen hin untersucht.

Zum Abgleich der Erkenntnisse gab es ein Treffen mit den Mitgliedern des Arbeitskreises Gemeinschaftsleben.

In Anbetracht dessen, dass die Analyse der bestehenden Situation bereits seit einiger Zeit abgeschlossen ist, bittet Frau Kattinger um Verständnis, dass die gemeinsame Erarbeitung des nächsten Schrittes (Ziele und Leitbild) erst im Januar stattfinden wird, obwohl dies zunächst für den November angedacht war. Zum einen benötigen einige Arbeitskreise noch etwas Zeit, zum anderen finden im November die regulären Bürgerversammlungen statt.

 

Ortsbild, Dorfgestaltung

Möckenlohe

Bericht: Johann Schmid

Zwei Ortsbegehungen erbrachten eine Reihe Stärken und  Schwächen für verschiedene Bereiche im Dorf und in den Ortsrandbereichen.

Als Schwerpunkt zeichnete sich dabei der Bereich der Keltenstraße im Ortskern zwischen Gasthaus Meyer und Kirchplatz (einschl. ) ab.

In einer gemeinsamen Sitzung mit dem Arbeitskreis Gemeinschaftsleben wurden die Ergebnisse abgeglichen.

 

Ortsbild, Dorfgestaltung

Ochsenfeld

Gemeinschaftsleben Ochsenfeld

Bericht: Daniela Göttler-Gambel                               und Erwin Reinwald

Die Handlungsfelder des Arbeitskreises konzentrieren sich vor allem auf den großzügigen Angerbereich

Als drängendstes Problem wurde die Bushaltestelle an der Kreisstraße gesehen, wobei eine Verlegung in die ruhigere Straße ‘Am Weiher‘ angestrebt wird.

Nachdem sich für einen Arbeitskreis Gemeinschaftsleben nicht ausreichend viele Mitglieder gefunden hatten, behandelt der Arbeitskreis die entsprechenden Themen mit.

 

Gemeinschaftsleben, Dorfkultur

Adelschlag

Bericht: Josef Kleinhans und Michaela Kleinhans

Kirche

Vereine

Gemeinschaftsräume

Rathaus

Feuerwehrhaus, Bauhof, Wertstoffhof

Jugendräume

Freizeit

Geschichte, Ortschronik

Kindergarten

Soziales Netz

Gastwirtschaft ….

Die Erarbeitung der Stärken und Schwächen zu den verschiedenen Handlungsfeldern ist zunächst abgeschlossen.

 

 

Gemeinschaftsleben, Dorfkultur

Möckenlohe

Bericht: Frank Schmidt   und Rainer Behr

Kinder (Kindergarten)

Jugend

Erwachsene

Senioren

Familien

Kirche

Gasthaus

Treffpunkte

Ortschronik

Kultur

Maibaum

Vereine

Freizeit

Versorgung

Mit einer Veranstaltung ‘Seniorenleben in Möckenlohe‘, zu der die Bevölkerung 45 + eingeladen worden war, wurde die Stärken- und Schwächenanalyse vor kurzem zunächst abgeschlossen.

 

 

 

Informationen zum weiteren Ablauf der Arbeitskreisarbeit

 

 

Anstehende Bürgerversammlungen

 

Nachdem in Kürze die jährlichen Bürgerversammlungen in den Ortsteilen durchgeführt werden, hatte Bürgermeister Spreng angeregt, dass die Arbeitskreise bei dieser Gelegenheit über ihre bisherigen Tätigkeiten informieren könnten.

Nachdem Erläuterungen zu den behandelten Themen selbst den Rahmen der Bürgerversammlung schon zeitlich sprengen würden, wurde vereinbart, dass lediglich die Themen der einzelnen Arbeitskreise genannt werden sollten, und die anwesenden Arbeitskreismitglieder darüber hinaus für Fragen zur Verfügung stehen sollten.

Weil nicht alle Sprecher in allen oder zumindest mehreren Versammlungen anwesend sein müssen, erklärten sich Daniela Göttler-Gambel für Ochsenfeld, Rainer Behr für Möckenlohe und Josef Kleinhans für Adelschlag bereit, jeweils auch für die ortsteilübergreifenden Arbeitskreise zu sprechen (soweit möglich). Die Themen wurden zum Teil ausgetauscht und sind auch der oben angeführten Zusammenstellung zu entnehmen.

Für Pietenfeld werden Herr Bösl oder Herr Birzer gebeten, die Arbeitskreise zu repräsentieren.

Bürgermeister Spreng zeigt die von ihm vorgesehene Präsentation zum weiteren Ablauf des Verfahrens ‘Gemeindeentwicklung‘ sowie über Fragen der Finanzierung von Maßnahmen, Fördermittel usw.

 

 

 

Gemeinsame Sitzung der AK Gemeinschaftsleben mit Pietenfeld am 25. November 2012    

 

Auf die noch anstehende gemeinsame Sitzung der Arbeitskreise ‘Gemeinschaftsleben‘ in Pietenfeld wird hingewiesen. Hierzu wird noch eine eigene Einladung an alle Mitglieder ergehen.

 

Geladen werden hierzu auch Vertreter der Pietenfelder Dorfgemeinschaft, so dass vor allem die Stärken und Schwächen, Vorzüge und Konflikte des gesellschaftlichen Lebens der Gesamtgemeinde untersucht und benannt werden können.

 

 


 

Zielseminar im Januar

 

Ein wichtiger, – vielmehr  der eigentlich wichtigste Bestandteil des Gemeindeentwicklungskonzeptes ist das sogenannte ‘Leitbild‘. Es wird das Ergebnis des zweiten Arbeitsschrittes sein:

 

 

Bestandsaufnahme

Stärken und Schwächen

 

 

Wie ist es?

Wo stehen wir heute?

 

 

 

  Ziele, Leitbild

  Wie soll es sein?

 

 

Wie wünschen wir uns unseren Ort / unsere Gemeinde in der Zukunft?

  Maßnahmen

 

 

Wie können wir das

 erreichen?

 

 

 

Zur Verdeutlichung des Begriffes ‘Leitbild‘

werden zunächst umschreibende Schlagworte gesammelt:

 

 

Die Entwicklung des Leitbildes erfolgt im Allgemeinen aus der Zusammenfassung der vorher formulierten Ziele.

 

Hierzu ist an einem Samstag im Januar ein Seminar in der Schule Adelschlag geplant, bei dem alle Arbeitskreise gemeinsam die Ziele für die künftige Entwicklung der Gesamtgemeinde und der Ortsteile erarbeiten werden.

Als Einstieg zum Seminar werden die bis dahin vorliegenden Ergebnisse der Arbeitskreise zusammengefasst vorgestellt werden (eventuell durch Frau Kattinger), um Zeit zu sparen und die Energie auf die Erarbeitung der Ziele zu verwenden.

Die einfachste und rationellste Methode zur Zielformulierung ist die Entwicklung aus den Stärken und Schwächen. Hierzu werden zwei Beispiele vorgestellt:

Beispiel 1

 

Stärke, Schwäche

Wie ist es?

 

 

ungepflegte Grünflächen im Ort,

Spielplatzpflege lastet nur auf einer Schulter

 

 

  Ziel

  Wie soll es sein?

 

 

Grundsätzliche Regelung der Zuständigkeit für die Pflege

der Gemeinschaftsgrünflächen

 

  Maßnahme

Wie können wir das

erreichen?

 

Auflistung der zu pflegenden Flächen

Erstellung eines Pflegeplans

Anschaffung von Geräten

……

 

 

Beispiel 2

 

 

 Stärke, Schwäche

 Wie ist es?

 

 

keine Gaststätte im Dorf vorhanden

fehlende Veranstaltungsräume für Vereine   und andere Gruppen

 

 

  Ziel

  Wie soll es sein?

 

 

Schaffung eines Gemeinschaftshauses

für alle Vereine

  Maßnahme

Wie können wir das

erreichen?

 

Umnutzung und Sanierung des ehemaligen

Pfarrhauses

Schaffung von Räumen für ….

Raumprogramm

 

 

Im Seminar ist vorgesehen, die Ziele in den einzelnen Gruppen zu erarbeiten und zu formulieren und dann den anderen Gruppen im Plenum vorzustellen. Dabei können die Ziele diskutiert und miteinander abgeglichen werden.  Auch Konflikte zwischen einzelnen Zielen können dabei deutlich werden.

 

Die Zusammenfassung der Einzelziele zu übergeordneten Zielen (und letztlich zum Leitbild) wird im Nachgang zum Seminar erfolgen und je nach Bedarf in verschiedenen Runden zu diskutieren sein.

 

 

 

 

Zusammengestellt

 

Zolling, 8. November 2012

Margit Kattinger

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